Für Menschen wie die Familie Coulin zu bauen ist einfach wunderbar!
Wenn die Baufamilie aus ihrem Wesen heraus naturverbunden ist und darum konsequent ökologisch und biologisch bauen will, so ist das das Beste, was einem engagierten Architekten passieren kann.
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Für einmal geht die Initiative von der Bauherrschaft aus. Sie will gesunden und ökologischen Lebensraum gestalten, nicht nur, weil das für das eigene Wohl von Bedeutung ist. Nein, es geht hier auch um die Verantwortung als Bauauftraggeber. Was wir heute bauen muss irgendwann, von unseren Kindern, Enkeln oder deren Kindern, wieder rückgebaut und entsorgt oder recykliert werden. Wir - Bauträger und Architekten - tragen darum eine grosse Verantwortung in der Wahl der Baustoffe und Materialien, die wir am Bau verwenden. Je einfacher die Konstruktion und je natürlicher die verwendeten Materialien sind, um so besser für unsere Gesundheit, und umso besser für die kommenden Generationen. Energiesparen um jeden Preis, wie es heute immer lautstarker gefordert wird, kann nicht die Lösung sein. Energiesparen muss immer im Einklang mit dem Wohlbefinden und der Gesundheit der künftigen Bewohner auf baubiologisch gesunde und natürliche Weise erfolgen.
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Das Haus Coulin ist ein gutes Beispiel dafür: Die Baufamilie hat konsequent auf eine natürliche, gesunde und ökologische Bauweise gesetzt. Und die Auftraggeber haben auch gleich selber Hand angelegt: Das Bad haben sie selber entworfen und entwickelt, haben Modelle gebaut und anschliessend den Entwurf auch gleich selber aufgebaut. Sie haben sich mit alten, handwerklichen Kalktechniken auseinander gesetzt, diese an Kursen selber erlernt und haben damit im eigenen Haus wunderschöne Tadelaktoberflächen geschaffen. Wer selber am eigenen Haus mitarbeitet, mitbaut und so auch handwerklich Verantwortung übernimmt, bekommt eine viel nähere und lebendigere Beziehung zum eigenen Lebensraum. Das ist echte wahrhaftige Lebensqualität, wahrer Reichtum.
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Natürlich, als Architekt ist man gefordert: Es geht hier nicht um die eigene Verwirklichung! Nicht das Aussehen, das Design, die Fassade soll im Mittelpunkt der Architektur stehen, sondern das Wesen, der Inhalt und der Sinn dessen, was wir schaffen. Gefragt ist ein ganzheitliches Engagement des Architekten für eine gesunde, nachhaltige Bauweise und für die Verwirklichung der Wünsche und Träume der Bauauftraggeber. Und das macht Spass und gibt unserem Beruf wieder seinen ursprünglichen Inhalt zurück: Bauen für das Wohl des Menschen, bauen für eine Zukunft auf die sich auch die Kinder unserer Kinder freuen können. Ich wünsche mir mehr solche Auftraggeber.
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Samuel Fankhauser, Büro für Architektur und Lebensraum
www.raumzumleben.ch
Artikel für die Zeitschrift COVISS geschrieben